Ja! Eine Mini Solaranlage lohnt sich. Wir sagen Ihnen warum.


Ob jetzt oder vor sechs Monaten. Die Strompreise kennen nur eine Richtung. So wurde neulich die Schallmauer von 50 Cent die kWh durchbrochen. Nach einem kurzen Rückgang ist das Niveau dennoch gewaltig. Im Durchschnitt liegt das Preisniveau von 500 Anbietern aktuell bei 48,16 Cent für Neuverträge. Die meisten Altverträge werden jetzt zum Jahresanfang 2023 ebenfalls dahingehend angepasst.

Strompreis aktuell

Dass Strom nochmal "billig" wird in den nächsten Jahren kann generell ausgeschlossen werden. Mini-Solaranlagen sind daher gefragter denn je. Vorweg sei schonmal gesagt, dass ein Balkonkraftwerk (auch Stecker-Solaranlage genannt) hier tatsächlich direkt den Netzbezug reduziert, da es einfach in die Steckdose gesteckt wird und schon wird tagsüber eigener Strom produziert.

Einstecken. Fertig. So zum Beispiel das Motto von MyVoltaics. Ist ein verschattungsfreier Platz in Sonnenrichtung vorhanden, ist das Aufstellung tatsächlich ein Kinderspiel. Eine Mini-Solaranlage, die aus ein bis zwei Modulen besteht, lässt sich entweder an einer senkrechten Fläche wie einem Balkongeländer anbringen oder auf dem Carport aufstellen. Auch andere Plätze sind natürlich geeignet.

Doch für wen und wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk? Sind die Steckdosen-Geräte genehmigungspflichtig? Wie viel Strom produziert eine Anlage mit der sogenannten 600 Watt Grenze? In diesem Überblick erläutern wir die wichtigsten Fragen und zeigen Ihnen, was sich mit Mini-Solaranlagen für zu Hause wirklich sparen lässt und worauf Sie beim Kauf und Betrieb achten sollten.

Wie funktioniert ein Balkonkraftwerk?

Neben den Solarmodulen selbst ist der wichtigste Bestandteil des Balkonkraftwerks der Wechselrichter. Er wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. So gelangt der Strom ins Hausnetz und wird auch dort direkt genutzt. Toaster, Kühlschrank oder Kaffeemaschine bedienen sich dann zuerst an dieser lokalen Erzeugungsquelle. Das funktioniert schlicht daher, da es physikalisch der kürzere Weg ist. Erst wenn dieser Strom nicht mehr reicht, wird vom Netzbetreiber etwas "dazu geholt". 

Für Besitzer von Mini-Solaranlagen ist es daher sinnvoll, den Strom zu verbrauchen, während viel "Watt" erzeugt wird. Im Winter in der Regel zur Mittagszeit. Im Hochsommer hingegen hat man sogar von morgens bis spät abends eigenen Strom.

Einfach in die Steckdose? Stimmt das wirklich?

Vom vorhin erwähnten Wechselrichter geht ein Anschlusskabel ab, welches zur Steckdose muss. An dem Anschlusskabel ist ein sogenannter Schuko-Stecker (der übliche Stecker wie bei anderen Elektrogeräten). Dieser wird einfach in eine Steckdose gesteckt und schon gelangt der Strom ins Hausnetz. 

Also die Frage ist kurz und knapp beantwortet: Ja, so simpel ist es. Schlicht und einfach gesagt ist es den Stromleitungen im Haus egal, ob der Strom der Steckdose "entzogen" oder eben wie in diesem Fall "eingeleitet" wird. Beide Richtungen sind möglich.

Die in Deutschland erlaubte Höchstleistung über die Steckdose liegt bei 600 Watt Einspeiseleistung. Diese wird durch den Wechselrichter eingehalten. Die Solarmodule selber dürfen hingegen etwas mehr Leistung haben. Aufgrund dieser Leistungsgrenze ist solch ein Balkonkraftwerk auch besonders sicher. In Österreich liegt die Grenze derweil sogar bei 800 Watt.

Was bringt ein 600-Watt-Balkonkraftwerk?

Wird eine moderne qualitative Anlage gekauft sind folgende Erträge realistisch:

  • Eine Anlage mit 380 Watt schafft im Jahr rund 320 - 400 kWh.
  • Eine Anlage mit 760 Watt schafft im Jahr rund 700 - 800 kWh.

Im südlichen Deutschland ist etwas mehr möglich als bspw. im Norden. Auch wird eine Ausrichtung direkt Richtung Sonne (also Südausrichtung) empfohlen. Qualitätsmodule die ein gutes Schwachlichtverhalten aufweisen, liefern auch bei einer Ost/West Ausrichtung solide Erträge.

Ertrag pro Monat Balkonkraftwerk

Was kosten die Mini-Solaranlagen und wie ist die Verfügbarkeit?

Wie bei Autos gibt es mittlerweile bei Balkonkraftwerken alle möglichen Qualitätsklassen. Preislich unterscheiden sich Balkonkraftwerke daher verschiedener Anbieter je nach Qualität, Paketumfang und Versand deutlich. 

Wichtig ist vor allem auf versteckte Versandkosten zu achten. Bei MyVoltaics sind die Versandkosten inklusive und auch eine wertige Halterung für den Wechselrichter ist vorhanden, sodass der Kunde auch wirklich ein anschlussfertiges Komplettpaket erhält. Pro Modul muss zwischen 500€ und 600€ gerechnet werden.

Entsprechende Doppelsets mit zwei Modulen kosten rund 999 bis 1200 Euro.

Zur Lieferzeit lässt sich zum Glück mit Stand November sagen, dass die Hersteller Ihre Produktion bzw. Kapazitäten deutlich erhöht haben. Die Lieferzeit verkürzt sich allmählich insbesondere für Wechselrichter und Kabelmaterial. Aktuell sollte mit einer Lieferzeit zwischen 2 und 4 Wochen gerechnet werden. Da die meisten jedoch Ihre Strompreiserhöhung offiziell zu Anfang 2023 bekommen werden, wird es wohl bei der hohen Nachfrage bleiben. Auch kommt die "Null-Covid"-Strategie in China immer wieder dazwischen, da dort weiterhin ganze Städte in den Lockdown versetzt werden.

Wie viel spare ich mit einem Balkonkraftwerk?

Wir kommen zurück auf die Stromerträge von oben:

  • Eine Anlage mit 380 Watt schafft im Jahr rund 320 - 400 kWh.
  • Eine Anlage mit 760 Watt schafft im Jahr rund 700 - 800 kWh.

Aktuell gehen wir noch von einem Strompreis in Höhe von 40 Cent die kWh aus, auch wenn Neuverträge bereits deutlich teurer sind. 

Also ausgedrückt in Geld bedeuten die Erträge:

  • Eine Anlage mit 380 Watt erwirtschaftet im Jahr rund 128 - 160 Euro.
  • Eine Anlage mit 760 Watt erwirtschaftet im Jahr rund 280 - 320 Euro.

Im Schnitt sind die Anschaffungskosten nach 4-5 Jahren wieder erwirtschaftet.

Gibt es eine Förderung?

Die Fördermaßnahmen überschlagen sich gerade zu. Wöchentlich kommen neue Gemeinden und Landkreise hinzu, welche ein Förderprogramm speziell für Stecker-Solaranlagen aufsetzen. Nicht selten bis zu 500 € Zuschuss wie aktuell in Mecklenburg-Vorpommern. MyVoltaics berichtete in einem Blogartikel.

Aufgrund der rasanten Entwicklung werden hier nicht mehr alle Gemeinden und Landkreise aufgezählt. Prüfen Sie unbedingt bei Ihrer Gemeinde, ob es Fördermittel gibt. Gerne erstellen wir dann ein Angebot und liefern die nötigen Unterlagen.

Sind Balkonkraftwerke genehmigungspflichtig?

Hier sind klare Aussagen gefragt, zumal viele "Meinungen" im Internet zu lesen sind.

Es ist vorweg zu sagen, dass keine Genehmigung erforderlich ist, sondern nur eine Meldung!

Genehmigung impliziert nämlich, dass eine zuständige Stelle einen Antrag zunächst prüft und dann eine Genehmigung erlässt oder eben nicht. Dies ist gerade bei Kleinanlagen bis 600 Watt nicht notwendig.

Wer sich zu Hause eine Mini-Solaranlage aufbaut, darf diese direkt einstecken und in Betrieb nehmen. Die Anlage sollte dann aber beim eigenen Netzbetreiber gemeldet werden. Das funktioniert in den meisten Fällen online über vereinfachte Formulare die die Netzbetreiber zur Verfügung stellen. Eine Rückmeldung erfolgt bei den meisten Netzbetreibern nicht.

Zur statistischen Erfassung muss das Balkonkraftwerk zusätzlich im Marktstammdatenregister gemeldet werden.

Hierbei unterstützt Sie MyVoltaics selbstverständlich.

Wichtig ist die Absprache mit dem Vermieter oder der Eigentümergemeinschaft. Es gibt hier zwar bereits Gerichtsurteile, dass der Vermieter keine Mini-Solaranlagen untersagen darf, jedoch ist dabei auf eine baulich korrekte Umsetzung zu achten. Auch darf die Mietsache nicht beschädigt werden.

Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk?

Generell amortisiert sich eine Anlage schneller denn je, auch wenn die Preise für Balkonkraftwerke gestiegen sind. Jedoch bei weitem nicht in dem Maße wie die Strompreise selbst.

Ein Balkonkraftwerk lohnt daher immer um seine Kosten zu reduzieren und Preisschocks bei der nächsten Abrechnung zu vermeiden. Insbesondere für Einfamilienhäuser empfehlen sich die Doppel-Sets, zumal diese fast immer Platz finden.

Sollte der Netzbezug schon relativ gering sein kann evtl. ein einzelnes Set mit einem Solarmodul die richtige Wahl sein. Rechnen tut es sich immer! Sowohl finanziell als auch bilanziell.

Wie lange hat man Spaß an einem Balkonkraftwerk?

PV Anlagen gelten generell als die Dauerläufer schlecht hin, zumal kein mechanischer Verschleiß stattfindet wie bei anderen Erzeugungsarten. Einmal eingesteckt kann bis zu 30 Jahre eigener Strom erzeugt werden. Die Solarmodule haben selber eine sogenannte Leistungsgarantie von rund 20-30 Jahre. Die seriösen Wechselrichterhersteller geben rund 10-15 Jahre Garantie.

Volker Quaschning von der HTW Berlin erklärt: „Für erneuerbare Energien gilt generell, dass sie anfangs mit hohen Kosten verbunden sind. Allerdings profitiere ich die gesamte Zeit über von stabilen Preisen. Das hilft dabei, entspannter auf die steigenden Energiepreise zu blicken.“

Wie groß darf ein Balkonkraftwerk ohne Genehmigung sein?

Wie zuvor bereits kurz erwähnt, ist hier nicht direkt die Leistung der Solarmodule maßgeblich, sondern die Ausgangsleistung der Wechselrichter, die die zulässigen 600 Watt nicht überschreiten darf. Zudem benötigen die Wechselrichter einen sogenannten NA-Schutz. Dieser sorft dafür, dass sofort kein Strom mehr produziert wird, sollte eine Störung erkannt werden. Alle Anlagen von MyVoltaics halten die rechtlichen Schutzmaßnahmen ein und haben entsprechende Zertifikate.

Hinweis: Die 600 Watt gelten pro Zähler. Sind in einem Mehrparteienhaus mehrere Zähler dürfen logischerweise auch mehr Balkonkraftwerke angeschlossen werden.

Lohnt sich für ein Balkonkraftwerk die Einspeisevergütung?

Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) haben Betreiber von Photovoltaikanlagen, die Öko-Strom ins Netz einspeisen Anspruch auf eine Einspeisevergütung. Diese beträgt aktuell rund 10-13 Cent pro Kilowattstunde. 

Da jedoch generell fast jede kWh eines Balkonkraftwerkes selbst genutzt wird, lohnt sich die Bürokratie dahinter nicht, um noch einige Euros an Einspeisevergütung zu bekommen. Balkonanlagen bleiben zunächst rein für den Eigenverbrauch sinnvoll und sind schließlich dafür auch konzipiert.

Da bald viele neue Gesetze kommen halten wir Sie hier auf dem Laufenden.


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