Power Dock - Wir sagen die ungeschminkte Wahrheit. Erfahren Sie, wie das Power Dock funktioniert, welche Vorteile es für Eigenverbrauch, Flexibilität und Energieunabhängigkeit bietet und wie sinnvoll es wirtschaftlich ist.
Einfach mehrere Balkonkraftwerke über eine "Box" koppeln und so die Kapazität und Leistungsabgabe erhöhen? Noch mehr Eigenverbrauch und sogar E-Auto laden? All das verspricht das neue Power Dock von Anker.
Wir zeigen Ihnen, wie das Ganze funktioniert und ob solch ein Aufbau überhaupt sinnvoll ist.
Ein Balkonkraftwerk ohne Speicher ist kaum noch vorstellbar. Speicher haben sich technisch stark weiterentwickelt und der Trend geht immer mehr in Richtung sogenannter Nulleinspeisung. Sprich exakt das was im Haus benötigt wird, wird vom Speicher abgegeben. Der Rest wird später "abgezapft", wenn keine Sonne da ist.
Dahingehend können vor allem große 2000 Watt Balkonkraftwerke schon um die 60% Eigenverbrauch decken, was ein echter Meilenstein ist. Spätestens, aber wenn Wärmepumpen und E-Autos ins Spiel kommen, kann ein Balkonkraftwerk dann doch nicht die benötigte Leistung liefern, da die Plug&Play Anlagen gesetzlich 800 Watt abgeben dürfen. Technisch geht natürlich viel mehr!
Mit dem Power Dock von Anker soll eine Balance gefunden werden zwischen Do-it-Yourself Plug&Play Balkonkraftwerk und genhmigungspflichtiger Großanlage.
Heißt übersetzt: Du kannst die Solarpaneele und die Speicher komplett selbst installieren und verkabeln (simples zusammenstecken). Alles führt dann zum Power Dock. Dieser Vorgang (und das ist neu) kann sogar mit bis zu 4 Solarbänke erfolgen. Sprich eine vervierfachung der Leistung, da sich diese einfach aussummiert. Dies sieht dann wie folgt aus als Beispiel:

Was passiert hier:
Sie können also 4 Solarbänke benutzen. 8 Solarpaneele für jede Solarbank. Das wären bei einem 500 Watt Solarmodul bereits 32 Module, also 16 kWp (Kilowatt-Peak), was schon einer sehr großen PV Anlage entspricht für ein Ein- oder gar Mehrfamilienhaus. Alles kann selbst montiert werden bis hin zum Power-Dock.
Welche Arbeiten müssen von einem zertifizierten Elektriker ausgeführt werden?
Dank des durchdachten Installationskonzepts gliedert sich das Multisystem in PV-Installation, Speicher-Installation sowie AC-Verkabelung & Anmeldung. Die PV- und Speichermodule inklusive DC-Verkabelung kannst du wie gesagt selbst installieren. Lediglich die AC-Verkabelung und die Systemanmeldung müssen von einem zertifizierten Elektriker übernommen werden – das macht den Prozess deutlich einfacher und spart Kosten.
Der Elektriker benötigt ca. 3-4 Stunden maximal, um das Power-Dock zu montieren und fachgerecht abzunehmen. Mit den Speicherblöcken etc. hat der Elektriker nichts zu tun.
So weit die ersten wichtigen objektiven Zahlen und Fakten. Doch was sagt ein Händler wie MyVoltaics?
Der Ansatz geht in die richtige Richtung, da so "immer mal wieder" ein Balkonkraftwerk und somit auch mehr Solarmodule nachgerüstet werden können. Und auch weiterhin alles in Eigenleistung. Von daher für alle, die handwerklich begabt sind und erst später vielleicht mal ein E-Auto anschaffen eine solide, vor allem modulare Zukunftslösung.
Wir von MyVoltaics bieten das PowerDock jedoch nicht an. Warum? Wir machen einen harten Schnitt zwischen DIY Stecker Solaranlage und Großanlage. Alles dazwischen ist vor allem wirtschaftlich stark zu hinterfragen.
Mal angenommen Sie kaufen sich das Power Dock von Anker, zwei Solarbänke der dritten Generation und in Summe sechs Zusatzakkus. Wären immerhin schon stolze 21,6 kWh Kapazität, was sehr sehr gut ist und für jeden Haushalt völlig ausreicht. Sodann haben Sie eine Abgabeleistung von 1600 Watt (2x 800W). Damit lässt sich nur über lange Zeit beispielsweise ein E-Auto Laden. Wer nur wenig fährt, für den mag das ausreichen. Als Vergleich: Zukünftig kommen Autos auf den Markt, die mit bis zu 100.000 Watt geladen werden können. Aktuell sind zu hause an der heimischen Wall-Box 22.000 Watt der Standard. Auch noch deutlich über der Leistung des Power-Dock.
Preislich müssen Sie also viele Akkus kaufen, das Power-Dock, Solarmodule, wenn gewünscht eine WallBox (kein Muss). Evtl. noch Unterkonstruktion und weiteres Kabelmaterial. Der Elektriker muss (auch wenn der Aufwand minimal ist), natürlich ebenfalls einen kleinen Obulus bekommen.
Wie in unserem Beispiel mit 21 kWh Kapazität und Power-Dock (Module, Kabel usw. auch bereits eingerechnet sowie Elektrikerkosten) landen Sie in jedem Fall bei rund 8.000 €. Soll sogar eine dritte und vierte Solarbank 3 ergänzt werden, sind Sie schnell bei 13.000 €, was dann wiederum in etwa einer Großanlage entspricht.
Klar, wer eine Großanlage nicht auf Anhieb finanziell stemmen kann, kann hier bequem modular arbeiten. Dennoch und hier kommt der riesen Unterschied: Eine große PV Anlage kann entsprechend mehr Leistung liefern, schneller das E-Auto Laden und selbst starke Wärmepumpen bspw. in Mehrfamilienhäusern betreiben.
Um die volle Leistung von 4600 Watt des Power-Docks zu nutzen müssen zudem ohnehin alle vier "Slots" wie auf dem Bild mit einer Solarbank 3 belegt werden.
Also simples Fazit aus finanzieller Sicht:
Preislich ist der Vorteil minimal gegeben, da vor allem viele Handwerksleistungen wegfallen. Zudem kann direkt klein angefangen werden, was ja dann auch direkt Stromkosten spart, die man zur Seite legen kann gedanklich. Zudem kann ggf. später modular erweitert werden. Alles in Eigenleistung. Das ist das Schöne. Jedoch bleibt die Gesamtausgabeleistung der Anlage weiterhin begrenzt.
Wenn Sie also definitiv wissen, dass Sie mal mehr Leistung benötigen, empfiehlt sich eine Großanlage. BeiHybrid-Lösungen sehen wir keinen finanziellen Vorteil auf lange Sicht und sodann bietet MyVoltaics die Power-Dock nicht an! Zu konkreten Wirtschaftlichkeitsrechnungen sprechen Sie uns gerne an.
Für alle die dennoch generell Spaß an dem Thema haben, hier noch eine kurze Zusammenfassung, was Sie an solch einer Anlage selber machen dürfen:


Vier Solarbank 3 = 3.220€
Powerdock 270€
16 Paneele = 1.060€
16 Kabelpaare insgesamt 2* 80m = 225€
Smartmeter 50€
Material also insgesamt 4.525€ für eine PV Anlage mit 8 kWp und 10,75 kWh Batterie.
Jede weitere kWh Batterie 225€. Plus die Vorteile der dramatisch günstigeren Kosten für den Anschluss. Da kann keine Großanlage wirtschaftlich auch nur annähernd mithalten. Für 3.640 auf 16kWp und 21,5 kWh erweiterbar. Dafür kein Elektriker nötig ausser für die Anmeldung . Nur Montage der Paneele.
Wie schon unten bemerkt, die 4,8 kW reichen völlig wenn man nicht auf allen Platten kocht. Die 500€ Wallbox reicht auch mit 11kW zum Laden eines E-Fahrzeugs. Das steht normalerweise eh die ganze Nacht.
Im Gegenteil spricht fast nichts mehr FÜR eine Großanlage.
Bei der Nutzung der SOLIX-Modelle von ANKER, ist ohne Powerdock softwareseitig eine Nulleinspeisung einstellbar. Bleibt dieser Menuepunkt bei Nutzung des Powerdocks mit 2, 3 oder 4 SOLIX-Modellen auswählbar?
Hast du die Powerdoc bereits im Betrien?
Hallo. Ja genau darauf wollten wir hinaus. Im Prinzip meinen wir das gleiche. Es benötigt alle vier Kopfspeicher, damit sich die volle Power übrhaupt entfalten kann. Die Zusatzakkus können dann ja frei bestimmt werden. Es geht halt darum, dass dies viele nicht wissen und 4x Kopfspeicher kostet dann schon wieder recht viel.
Hier ist ein Fehler im diesem Beitrag die Anker Solix 3 kann bis zu 1,2kwh einspeisen das ganze mal 4 gibt 4,8 kWh außerdem ist es Quatsch 2 Solix 3 zukaufen und 6 zusatz Akkus,dann lieber 3 oder 4und 1 Zusatz Akku. Dann kann man entweder 3,6 oder 4,8 kWh einspeisen,und wer einen Stromzähler hat wo der aktuelle Strombedarf anzeigt wird ganz schnell feststellen dass die 3,6 kWh nur mit dem Herd/ Backofen zu schaffen sind. Für den Rest in einem normalen Haushalt ist dies nicht zu schaffen. Außer man hat ein E Auto.