Strom unkontrolliert über ein Balkonkraftwerk ins Haus einleiten war gestern! Vor einigen Jahren waren kleine Solaranlagen noch nicht wirklich stark und waren daher zunächst perfekt für das direkte Einspeisen ins Haus geeignet. Alles was an Strom erzeugt wurde, konnte für die sogenannte Grundlast genutzt werden.
Die Grundlast wird durch dauerhafte Stromverbraucher generiert wie Router, Kühlschrank, Truhe und viele weitere (vor allem) Stand-By Geräte.
Doch Balkonkraftwerke wurden so stark (teilweise bis 4000 Watt), sodass gerade zur Mittagszeit sogar deutlich zu viel Strom für den Eigenverbrauch vorhanden war. Speicher waren ein erstes Hilfsmittel um etwas kontrollierter per App den Energiefluss zu steuern. Doch es musste etwas Aufwand in die Konfiguration gesteckt werden.
All dies ist Geschichte und mit cleveren Smart-Metern lässt sich ganz simpel sogar ohne Elektriker eine sogenannte Nulleinspeisung realisieren.
Inhaltsverzeichnis:
- Was ist eine Nulleinspeisung?
- Für welche Produkte lohnt es sich?
- Wie wird ohne Smart-Meter der Energiefluss geregelt?
- Welche Smart-Meter eignen sich besonders gut?
- Nulleinspeisung sogar ohne Elektriker! Wir zeigen wie das geht.
- Fazit
Was ist eine Nulleinspeisung?
Kurz und knapp: Erzeugen Sie über eine Solaranlage oder einem Balkonkraftwerk eigenen Strom, heißt die Devise, diesen auch möglichst selber zu verbrauchen. Wird dies nicht getan, wird der Überschuss ins öffentliche Netz gespeist, ohne dass Sie davon einen Nutzen haben. Sie haben eine Netzeinspeisung.
Nulleinspeisung hingegen bedeutet, dass 100% der selbst erzeugten Energie auch zu 100% selbst im Haus genutzt wird und Sie nichts verschenken.
Die Krux: Das Balkonkraftwerk muss wissen, wie viel Strom es an die Verbraucher abgeben muss. Wir erklären nachfolgend, wie sich dieser 100% Eigenverbrauch umsetzten lässt.
Für welche Produkte lohnt es sich?
Auch hier eine simple Antwort: Für alle Balkonkraftwerke von MyVoltaics. Wir arbeiten nur mit Premium Komponenten die sehr gut aufeinander abgestimmt sind. Zudem nutzen wir sogenannte transparente Schwachlichtmodule die besonders viel Strom erzeugen. Hierdurch haben Sie selbst bei 2er Sets vor allem zur Mittagszeiten einen großen Überschuss an Strom. Kaum ein Haushalt hat permanent 600 bis 1000 Watt Stromverbrauch im Haus. Diese sind über die Mittagszeit an guten Sonnentagen jedoch durchaus üblich bei qualitativen Komponenten.
Bei 4er Sets ist der Effekt noch höher und selbst an schlechten Tagen werden Sie mehr Strom produzieren, als Sie überhaupt verbrauchen können.
Also für alle üblichen 2er und 4er Sets lohnt es sich, eine Nulleinspeisung zu verfolgen. Dies war vor einigen Jahren noch kein Thema, da die Solarmodul-Technologie nicht so ausgereift war. Die Entwicklung war jedoch rasant.
Wie wird ohne Smart-Meter der Energiefluss geregelt?
Es gibt tatsächlich DREI Faktoren, welche die "Watt"-Leistung bestimmen bzw. begrenzen. Teilweise haben Sie hier EInfluss, aber ohne Smart-Meter eine Nulleinspeisung zu realisieren ist oftmals schwirieg und beruht oft auf Schätzungen.
1) Sie können selbst die Ausrichtung der Module bestimmen. Benötigen Sie beispielsweise zur Mittagszeit nicht so viel Strom, sondern eher morgens uns abends, dann stellen Sie ihr Balkonkraftwerk am besten Richtung Osten und Westen auf. Bevorzugt ein Modul Richtung Westen und eines Richtung Osten. So nimmt das Mittags-Peak ab und der Strom verteilt sich viel besser über den Tag.
2) Drosselung des Wechselrichters: Alle Wechselrichter von MyVoltaics lassen sich per App ansteuern und einstellen. Dies hat in erster Linie den Hintergrund, dass die Einspeisegrenze sich jederzeit durch die Politik ändern kann. Aktuell sind 800 Watt Einspeiseleistung erlaubt, ohne das eine Genehmigung erforderlich ist. Der Stromfluss kann entweder so selber gedrosselt werden oder eben nach oben hin nahezu unbegrenzt stattfinden. Wir empfehlen möglichst das Maximum auszureizen.
3) Durch Speicher lässt sich eine Nulleinspeisung bereits nahezu vollständig realisieren. Auch hier ist der Effekt denkbar einfach. Jede erzeugte Kilowattstunde an Strom wird von den Modulen erstmal in den Speicher geladen. Jeder Speicher von MyVoltaics lässt sich per App ansteuern und genau dort können Sie dann sehr präzise und nach Ihrem Zeitplan einen sogenannten "Verbrauchsplan" erstellen, sodass immer passend Energie vom Speicher abgegeben wird. Dies kann mal mehr und mal weniger sein und auf Ihre Bedürfnisse angepasst werden. Schon haben Sie eine Nulleinspeisung.
Welche Smart-Meter eignen sich besonders gut?
Im Absatz zuvor ist die dritte Variante am sinnvollsten, da so per App schon sehr genau eingestellt werden kann, was der Speicher entladen soll ins Haus. Dies erfordert jedoch etwas Konfigurationsaufwand in der App. Dies lässt sich mit fest verbauten Smart Metern umgehen.
Ein Smart Meter wird in der Regel im Sicherungskasten fest verbaut und sieht wie folgt aus:

Es gibt viele verschiedene Hersteller. Wir bei MyVoltaics nutzen zum einen die Hersteller eigenen Smart Meter. Diese sind:
- Anker Smart Meter
- EcoFlow Smart Meter
Diese sind jedoch nur mit dem jeweiligen Speicher kompatibel und nicht produktübergreifend. Dennoch für eine erste Nulleinspeisung absolut sinnvoll und erfüllen Ihren Zweck.
Voll automatisiert kommuniziert der Speicher nun mit dem Smart Meter. Das Smart Meter sagt dem Speicher sehr präzise, wann wie viel Strom im Haus verbraucht wird. Sodann weiß der Speicher wie viel er entladen muss. Verbrauch und Erzeugung werden perfekt aufeinander abgestimmt. Es ist keine manuelle Konfiguration mehr notwendig! Sie erhalten 100% Eigenverbrauch bzw. eine Nulleinspeisung.
Ein sehr beliebtes Produkt ist zudem ein Shelly Smart Meter, welches sogar mit allen Speichern und vielen weiteren Smart-Home Geräten kompatibel ist. Dies kostet zwar durchaus Geld, ist jedoch sehr zukunftssicher und das Ersparnis ist nochmals höher vom Balkonkraftwerk, da nichts verschenkt wird an Strom. Bei großen 2000 Watt Sets sind so 800-1200€ Ersparnis realistisch.
Nulleinspeisung sogar ohne Elektriker! Wir zeigen wie das geht.
Ein großes Manko ist nun Geschichte: Für die zuvor genannten Smart Meter MUSS ein Elektriker kommen, damit dieser das Gerät in den Schaltschrank verbaut. Dieser muss fest verdrahtet werden. Leider mühsam hier Elektriker zu beauftragen, da der EInbau selbst nur 5 Minuten dauert. Es entstehen zudem Zusatzkosten!
Doch seit Q4 2025 gibt es eine neue Innovation. Den sogenannten EcoTracker IR von EverHome. Ein Infrarot Smart Meter, welches einfach nur auf Ihren Zähler gesteckt wird. Dank magnetischer Halterung muss nichts fest angeschlossen werden. Die Datenübertragung funktioniert in Echtzeit per Infrarotschnittstelle. Alles Do-it-Yourself. Kein Elektriker notwendig und dennoch hat es den gleichen Effekt wie ein fest verbautes Smart-Meter.
Ihr Balkonkraftwerk kommuniziert nun mit dem EcoTracker und schon haben Sie eine Nulleinspeisung mit wenig Aufwand generiert!
Nähere Infos zum Produkt finden Sie hier.
Fazit
Die Richtung ist eindeutig. Alles geht in Richtung Infrarot Smart Metern wie dem EcoTracker von Everhome. Keine Verkabelung, kein Elektriker! Einfach "aufklipsen" auf den Infrarot-Lesekopf des Zählers, mit WLAN verbinden und schon kann es losgehen.
Ihr Balkonkraftwerk weiß nun genau, wann wie viel Strom ins Haus muss. Sie erhalten 100% Eigenverbrauch, noch mehr Autarkie und sodann auch das absolut maximale Ersparnis.
Die tollen Visualisierungen auf dem Handy sind zudem auch sehr beeindruckend.